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Ambulante Operationen

Eine Vielzahl von Operationen, die noch bis vor kurzem nur im Krankenhaus vorstellbar war, kann mittlerweile ambulant durchgeführt werden. Dazu zählen Gelenkspiegelungen (Arthroskopien), fußchirurgische Eingriffe und handchirurgische sowie Kniegelenkoperationen und viele andere Eingriffe. Für Sie als Patient hat dies den Vorteil, sich in Ihrer gewohnten Umgebung zuhause von der Operation erholenzu können.

 

Neben Arthroskopien zählen die Versorgung von Sehnenluxationen und Sehnenrissen wie z. B. an der Achillessehne und anderen, das Sprunggelenk umgebenden Sehnen und die Glättung der Haglund-Exostose.

 

Meine operative „Spezialität“ sind rekonstruktive fußchirurgische Operationen bei Hallux valgus und Hammerzehen

Wie ist der organisatorische Ablauf bis zur ambulanten Operation?

Sie haben sich bereits mit Ihren Beschwerden in der Sprechstunde bei mir direkt vorgestellt oder wurden zur Operation zu mir überwiesen? 

 

Nach einem Vorgespräch über die grundsätzlichen Möglichkeiten einer operativen Behandlung und der fixen Terminvergabe müssen Sie von Ihrem Hausarzt abklären lassen, ob ein ambulanter Eingriff bei Ihnen durchgeführt werden kann. Mit den vom Hausarzt erstellten Unterlagen (Untersuchungsbogen, Laborwerte, EKG und ggf. Röntgen des Brustkorbs falls erforderlich) stellen Sie sich bereits vor dem Eingriff im ambulanten OP-Zentrum vor. 

 

Am Tag vor der Operation kläre ich Sie ganz genau über die Durchführung, die Vorteile, aber auch die möglichen Risiken der geplanten Operation auf. Dies ist auch aus rechtlichen Gründen notwendig. Gegebenfalls können Sie hierzu auch einen Dolmetscher mitnehmen, falls Sie dies wünschen. Ihnen wird auch genau gesagt, wie Sie sich am Tag der Operation vorbereiten sollen, wann Sie sich am Operationstag im OP-Zentrum einfinden müssen, wann Sie vermutlich wieder abgeholt werden können und wann Sie sich zur ersten Nachkontrolle wieder in meiner Sprechstunde vorstellen müssen. Wenn Sie alternativ eine Nachbetreuung bei Ihrem Hausarzt bzw. dem überweisenden Arzt wünschen, kann diese selbstverständlich nach Rücksprache mit ihm organisiert werden.

Auf die Einlage einer Redondrainage kann ich meistens verzichten. Nach einer Arthroskopie wird für 3 bis 5 Tage schmerzadaptierte Teilbelastung an Gehstützen empfohlen, nach fußchirurgischen Operationen ist meist eine 6-wöchige Teilbelastung notwendig. Aus diesem Grund müssen Sie für diese Phase über subkutane Spritzen in die Bauchhaut das Risiko einer möglichen Thrombose verringern. Selbstverständlich werden Sie vom Pflegeteam im OP-Zentrum genauestens angeleitet, wie Sie vorgehen müssen.

Wenn Sie sich nach der Operation zur ersten Wundkontrolle in meiner Praxis einfinden, werde ich Ihnen die von mir durchgeführten operativen Maßnahmen erklären und Ihnen auch Auskunft über die notwendige Nachbehandlung geben.

Statt langer Wartezeiten und anonymer Behandlung erwarten Sie bei uns eine verständnisvolle Aufnahme, individuelle fachärztliche Beratung, Operation auf fachärztlichem Standard und die Nachbehandlung entsprechend der aus der Operation gewonnen Erkenntnisse als umfassende Behandlung aus einer Hand. Selbstverständlich erhalten Sie von uns alle vor und nach dem Eingriff notwendigen Medikamente, Heilmittel wie Physiotherapie oder Lymphdrainage und Hilfsmittel wie Gehstützen und Bandagen.

 

Sie müssen selbst dafür Sorge tragen, dass Sie am Operationstag Zuhause versorgt sind, aber keine Angst! Sie sind dann in aller Regel weder bettlägerig noch auf schwere Schmerzmittel angewiesen. Sie können sich aber einfach besser Ihrer Genesung widmen, wenn Sie Hilfe um sich haben. 

 

Weitere Fragen beantwortet Ihnen gern unser Praxisteam.

© Dr. med. Hartmut Gaulrapp 2019

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