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Fußchirurgie

Abb 1: Familiäre Spreizfüße mit Hallux valgus beidseits

In der Regel können Fußbeschwerden häufig mit individuell angepassten und handwerklich gut gefertigten Einlagen deutlich verbessert werden. Mitunter bedarf es aber operativer Korrekturen, um den Fuß wieder schmerzfrei belasten zu können. Als vom wissenschaftlichen Verband der Fußchirurgen in Deutschland (DAF) zertifizierter Fußchirurg, sage ich Ihnen, wann welche Operation zu bevorzugen ist. Ich bin insbesondere in der Vorfußchirurgie erfahren. 

 

Hierzu gehören der bekannte Hallux valgus, also der krumme Großzeh, und der Hallux rigidus, die Arthrose des Großzehengrundgelenks, aber auch Deformitäten der kleinen Zehen wie z. B. Hammerzehen und Krallenzehen.

Wenn Sie über Schmerzen an den Füßen klagen, dann sind Sie bei mir bestens aufgehoben. Ich sage Ihnen, wo und warum der Schuh Sie drückt. Seit vielen Jahren bin ich Mitglied der Deutschen Assoziation für Fuß und Sprunggelenk (DAF).

 

Etwa jeder Fünfte leidet heute an Schmerzen an seinen Füßen oder Sprunggelenken. Neben falschem oder zu engem Schuhwerk und familiären Problemen können aber auch rheumatische Entzündungen, Erkrankungen des Stoffwechsels und der Gefäße (wie z. B. die Zuckerkrankheit) und Kreislauf- oder Infektionskrankheiten zu Fußproblemen führen.

 

Abb 2: Hallux valgus vor und nach der Operation

Das Ausmaß des operativen Eingriffs wird immer auf die bei Ihnen vorliegende Fußdeformität abgestimmt. Meistens sind neben Weichteillösungen auch knöcherne Eingriffe nötig. Diese werden am ersten Mittelfußknochen am Kopf

(z. B. Chevron-Osteotomie, Austin-Osteotomie), im Schaftbereich (z. B. Scarf-Osteotomie) oder an der Basis (Open wedge-Operation oder Closed wedge-Operation) und mitunter zusätzlich auch am Grundglied des ersten Großzehen (z. B. Akin-Osteotomie) vorgenommen. Unser gemeinsames Ziel ist neben der Verbesserung der Form und des Aussehens Ihres Fußes insbesondere die Linderung  oder gar Beseitigung Ihrer Beschwerden.

Abb 3: Chevron-Osteotomie bei mäßigem Hallux valgus

Achillessehnenbeschwerden (Achillodynie), Fersenschmerzen (Haglundexostose) oder der sog. Fersensporn bzw. die plantare Fasziitis sind weitere Fußprobleme, die oft nur operativ verbessert werden können, wenn Physiotherapie, Injektionen und die Stoßwellenbehandlung nicht mehr weiterhelfen.

Bei Achillessehnenriss (Achillessehnenruptur), Verletzungen der Peronealsehnen oder der Tibialis-posterior-Sehne beim erworbenen Knickfuß werden heute ebenfalls häufig operative Maßnahmen empfohlen, die ich Ihnen anbieten kann.

Pro7 Galileo, Hohe Schuhe - Schlechte Zehen, 2001

Abb 4: Scarf-Operation bei mittelschwerem Hallux valgus

Abb 5: Ausgeprägte Haglund-Exostose und  Fersensporn

All diese Fußoperationen kann ich Ihnen in ambulanter Operation und mit modernstem Instrumentarium anbieten, um Ihnen einen möglichst zügigen Heilungsverlauf zu ermöglichen. Nach knöchernen Eingriffen am Vorfuß müssen Sie für einige Tage Gehstützen benutzen und sechs Wochen einen den Vorfuß entlastenden Spezialschuh tragen. Frühe Lymphdrainage und Krankengymnastik sind weitere feste Bausteine meines Nachbehandlungskonzepts, um Schwellungen nach der Operation zu beseitigen und die Gelenkbeweglichkeit wieder herzustellen. Die Behandlungskosten werden von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.

 

 

Unser Ziel ist, dass Sie wieder gut zu Fuß sein können!

BR Gesundheit!, Fersensporn, 26.06.2012

BR, Fersensporn Plantarfasziitis, 16.04.2019

© Dr. med. Hartmut Gaulrapp 2019

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